Warum ich mir auch unterwegs guten Kaffee mache
Nicht perfekter Kaffee. Sondern ein guter Moment, der unterwegs bewusst entsteht.
Meinen ersten Kaffee habe ich 1996 in Griechenland getrunken. Ich war 16 und hatte bis dahin noch nie Kaffee getrunken. Es war mehr Milch mit einem Schuss Kaffee. Eine Art Mokka.
2000 war ich in La Paz, Bolivien. Dort wurde Kaffee ganz anders gemacht, als ich es aus Deutschland kannte. In einem emaillierten Blechgefäß wurde ein starker Sud aufgebrüht und immer wieder mit heißem Wasser aufgegossen. Fast wie bei einem Samowar.
Ich habe dort zu viel Kaffee getrunken. Bestimmt zwei Liter am Tag.
Zurück in Deutschland habe ich angefangen, mit Kaffee zu experimentieren. Mahlgrad, Brühverfahren, Bohnen. Keramikaufsatz, Metallsieb statt Papierfilter, Espresso, Handmühlen, gemahlener Kaffee, billig und teuer. Auch Instantkaffee kam immer wieder dazu. Vor allem unterwegs.
Warm geworden bin ich damit nie.
Heute weiß ich, dass es richtig gute Instantkaffees gibt. Trotzdem bekomme ich daraus keinen Geschmack hin, der mich überzeugt.
Hängengeblieben bin ich am Ende bei der French Press.
Ich mahle meinen Kaffee morgens frisch und brühe ihn mit Wasser auf, das nicht heißer als 90 Grad ist. Meistens kommt noch eine Prise Kardamom dazu.
Ich trinke nur noch eine Tasse am Tag. Selten mehr.
Die erste Tasse ist eh die beste.
Und unterwegs?
Auch unterwegs habe ich vieles ausprobiert. Unterschiedliche Brühverfahren, verschiedene Lösungen, kleine Kompromisse. Geblieben ist am Ende eine einfache Frage:
Warum sollte ich mir unterwegs genau diesen Moment nehmen?
Gerade unterwegs. Wenn ich ohnehin aus dem Alltag raus bin, warum sollte ich dann bei so einer kleinen Sache schludern?
Zu meinem aktuellen Setup gehören die Akku-Mühle Whirly 01S von Timemore und das passende Case*. Ein Behälter für die Bohnen und eine kleine Frenchpresskanne*. Damit bin ich komplett autark und es gibt Kaffee wo immer ich möchte.
Eine Lanze breche ich aber für die Coffee Drips von NoCoffee.
Stell dir Teebeutel vor, nur statt Tee sind sie mit frisch gemahlenem, bio-zertifiziertem und entkoffeiniertem Kaffee gefüllt. Du hängst sie einfach über die Tasse und übergießt sie mit heißem Wasser. Kein Gerät, kein Pulverchaos, kein Kompromiss unterwegs – nur eine Tasse und heißes Wasser. Gerade für Hotel, Zug, Flugzeug, Camping oder Dienstreise ist das eine der praktischsten Lösungen, die ich bisher gesehen habe.
Und nein: No Coffee Drip Bags sind kein Instantkaffee. Hier wird frisch gemahlener Kaffee wie beim Handfilter aufgegossen, also nicht löslicher Kaffee.
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Morgens, mittags, abends, wann immer du willst, frischer Kaffee!
Für die kleinen Bodum-French-Press-Kannen mit 0,3 Litern passt übrigens ein Neopren-Dosenkühler* erstaunlich gut. Er schützt die Finger vor der Hitze, hält den Kaffee länger warm und nimmt dem Ganzen etwas von seiner Sperrigkeit.
Wenn wir zu mehreren unterwegs sind oder ich mehr Platz habe, nehme ich auch gerne meine große Petromax mit. An der Hütte nutze ich diese Kanne besonders gerne. Tee oder Kaffee lassen sich darin unkompliziert zubereiten.


Mit Kaffeevollautomaten hingegen bin ich bis heute nicht warm geworden. Ich weiß, dass es gute gibt. Aber ich mag es einfach handmade.
In diesem Video kannst du ein wenig Bergluft mit Kaffee schnuppern. Damals hatte ich die tragbare Kaffeemühle noch nicht.
*Bei diesem Link handelt es sich um einen sog. Affiliate-Link. Durch einen Kauf über den Link erhalte ich eine kleine Spende. Dies hat aber für dich keine Auswirkungen auf den Preis! Alle Produkte sind selbst gekauft und nicht gesponsert.




Interessant, ich hab immer meine italienische Mokka dabei , für mich Grundausstattung 😊