Die Würde des Feuers
Warum Feuer Respekt und Dankbarkeit verdient
Schon früh in meinem Leben habe ich meine Begeisterung für das Feuermachen entdeckt. Der früheste Moment, an den ich mich erinnern kann, war bei den Wandervögeln. Wir waren auf Fahrt in Griechenland und hier war es immer wieder notwendig, auf dem Feuer zu kochen. In dieser Zeit habe ich auch gelernt, Feuer mit Respekt zu behandeln.
Feuer ist kein Müllplatz
Für mich ist Feuer etwas, dem man mit Achtung begegnen sollte. Es ist eine ursprüngliche Kraft, die Wärme schenkt, Nahrung zubereitet und seit jeher Leben schützt. Gerade deshalb empfinde ich Dankbarkeit im Umgang damit. Feuer ist für mich kein Ort für Müll oder respektlose Behandlung, sondern etwas, das Sorgfalt, Bewusstsein und Würde verdient.
Vielleicht ist das auch der Grund dafür, warum es mir leicht fällt Feuer zu entzünden und es zu erhalten. Weil ich eine klare Einstellung dazu habe.
Ein achtsamer Umgang mit Feuer bedeutet für mich nicht nur Respekt vor der Flamme selbst, sondern auch vor dem Ort, an dem sie brennt. Wenn ich unterwegs bin und nur eine Nacht an einem Platz verbringe, gehört es für mich dazu, den Boden nicht unnötig zu beschädigen oder Spuren zu hinterlassen. Deswegen habe ich immer eine Feuerschale dabei.
Anders ist es, wenn ich mich länger an einem Ort befinde, wie an meiner Hütte. Dort gibt es eine feste Außenfeuerstelle. Eine weitere Ausnahme bilden auch Notsituationen oder wenn das Feuer nicht gesehen werden darf. Auch aufgrund der Witterung kann es sein, dass ein notwendiges Feuer nicht in einer Feuerschale möglich ist.
Auf diesem Blog wird Feuer in den unterschiedlichsten Verwendungen öfter eine Rolle spielen. Du kannst die Beiträge finden, indem du oben in der Suchleiste den Begriff “Feuer” eingibst.
Der Umgang mit der Asche
Mit kalter Glut und Asche gehe ich ruhig und bewusst um. Ich vergrabe sie nicht und lasse sie auch nicht einfach als sichtbaren Rest zurück. Wenn ich eine bestehende Feuerstelle genutzt habe, kann vollständig erkaltete Glut für mich dort verbleiben. An einem einmaligen Platz achte ich darauf, dass keine auffälligen Spuren zurückbleiben; wenn der Ort empfindlich wirkt, nehme ich die Rückstände lieber mit. Mir ist wichtig, dass am Ende keine unnötige Belastung für den Boden zurückbleibt.
Ich versuche, ein Feuer immer ausbrennen zu lassen. Sollte es mal nicht möglich sein, die Glut in der Schale verglimmen zu lassen, lösche ich sie mit Wasser ab. Die Feuergrube schütte ich nur dann mit Erde zu, wenn das Feuer unentdeckt bleiben soll. Das Problem bei dieser Methode ist, dass die Hitze unter der Erde weiter schwelen und sich so ein verborgenes Feuer ausbreiten kann.
Wie gehst du mit der Ressource Holz um?
Schreib es mir gern in die Kommentare.
Über die Jahre habe ich mir eine Art Segensspruch angeeignet. Auch wenn ich den manchmal nur denke und nicht laut ausspreche, er ist da. Ich möchte dadurch der Ressource Holz und der Energie Feuer eine Bedeutsamkeit geben. Ich möchte es nicht als selbstverständlich hinnehmen, dass ich sie nutzen kann.
Ich entzünde dieses Feuer in Achtung.
Möge es wärmen, nähren und schützen.
Ich danke dem Holz, der Erde darunter
und der Kraft, die Leben trägt.Ohm Angi Namah
Mit Achtung entzündet.
Mit Dankbarkeit genährt.
Mit Würde gehütet.
Im Video erfährst du, wie man mit einfachsten Mitteln und nur einem Streichholz ein Feuer entfachen kann. Ich zeige dir auch, wie ich den Boden schütze.


