Ich bin gestern mit einem Zug gefahren, der zweieinhalb Stunden zu spät losfuhr. Und dann insgesamt viereinhalb Stunden später zu Hause angekommen ist als geplant.
Erstaunlicherweise war das für mich sehr erholsam, weil ich nichts tun musste, zum Glück auch keinen Termin hatte, den ich hätte erreichen müssen.
Ich habe im Park gesessen, dann etwas leckeres gegessen und im Zug einfach entspannt über mein Leben nachgedacht, ganz locker, und aus dem Fenster geschaut.
Sehr guter Artikel. Gebe dir komplett recht. Ich lerne das auch noch. Da hilft mir die Fotografie. Ich habe einen Grund rauszugehen in die Natur. Und wenn ich angekommen bin kann ich mir diese Momente einfacher erlauben. Einfach irgendwo sitzen und die Natur genießen. Das gibt einem viel Energie und echte Ruhe.
Ich würde Freiheit hier als Agency beschreiben: nicht als absolute Grenzenlosigkeit, sondern als den gefühlten, eigenen Handlungsspielraum. Vielleicht ist es wie bei der Elternschaft: Man ist nicht weniger Mensch, bloß weil ein Kind einen bindet, aber man ist eben auch nicht mehr völlig frei in jeder spontanen Bewegung. Ähnlich ist es mit Arbeit, Freundschaften, Versprechen oder auch diesem Anspruch, auf eine bestimmte Weise auszusehen oder einem Selbstbild zu entsprechen. All das gibt uns Halt und Sinn, aber es kann auch eng werden, wenn wir vergessen, dass wir manches davon mittragen, weil wir es irgendwann mal gewählt oder verinnerlicht haben. Was mich dabei beschäftigt ist, dass ich selbst oft erst merke, wie sehr ich mich in diesen selbstgewählten Strukturen verfange. Freiheit beginnt für mich deshalb oft nicht dort, wo Verpflichtungen verschwinden, sondern da, wo ich mir den vorhandenen Freiraum wieder selbst zugestehe.
Ich bin gestern mit einem Zug gefahren, der zweieinhalb Stunden zu spät losfuhr. Und dann insgesamt viereinhalb Stunden später zu Hause angekommen ist als geplant.
Erstaunlicherweise war das für mich sehr erholsam, weil ich nichts tun musste, zum Glück auch keinen Termin hatte, den ich hätte erreichen müssen.
Ich habe im Park gesessen, dann etwas leckeres gegessen und im Zug einfach entspannt über mein Leben nachgedacht, ganz locker, und aus dem Fenster geschaut.
Auch eine Form von Freiheit.
Mega. Das feier ich. Erinnert mich an meine Zeit in Südamerika. Einfach keinen Stress. Lernen, dass Wartezeit Luxus sein darf.
Sehr guter Artikel. Gebe dir komplett recht. Ich lerne das auch noch. Da hilft mir die Fotografie. Ich habe einen Grund rauszugehen in die Natur. Und wenn ich angekommen bin kann ich mir diese Momente einfacher erlauben. Einfach irgendwo sitzen und die Natur genießen. Das gibt einem viel Energie und echte Ruhe.
Ich würde Freiheit hier als Agency beschreiben: nicht als absolute Grenzenlosigkeit, sondern als den gefühlten, eigenen Handlungsspielraum. Vielleicht ist es wie bei der Elternschaft: Man ist nicht weniger Mensch, bloß weil ein Kind einen bindet, aber man ist eben auch nicht mehr völlig frei in jeder spontanen Bewegung. Ähnlich ist es mit Arbeit, Freundschaften, Versprechen oder auch diesem Anspruch, auf eine bestimmte Weise auszusehen oder einem Selbstbild zu entsprechen. All das gibt uns Halt und Sinn, aber es kann auch eng werden, wenn wir vergessen, dass wir manches davon mittragen, weil wir es irgendwann mal gewählt oder verinnerlicht haben. Was mich dabei beschäftigt ist, dass ich selbst oft erst merke, wie sehr ich mich in diesen selbstgewählten Strukturen verfange. Freiheit beginnt für mich deshalb oft nicht dort, wo Verpflichtungen verschwinden, sondern da, wo ich mir den vorhandenen Freiraum wieder selbst zugestehe.